Ich habe dieses straffe System nun seit sage und schreibe vier Jahren – also seit genau 48 Monaten – extrem konsequent und ohne eine einzige Ausnahme durchgezogen. Jeden Monat am Ersten gingen die vereinbarten Raten, aufgeteilt per Dauerauftrag, pünktlich an die verbliebenen Gläubiger und Inkassobüros raus. Sobald eine Zahlung geleistet war,
Erfahrungsberichte
hier berichten unsere User von Ihrem Weg in und aus den Schulden raus. Welche Rolle hat das Schuldenhelferlein dabei gespielt?
Peter K.: Raus aus der Defensive – die Verhandlungen (4)
Nachdem an dem besagten Samstag alle Daten sauber im Schuldenhelferlein erfasst waren, stand ich vor der nächsten großen Hürde. Der reine Überblick war zwar gut für den Kopf, aber die nackte Realität auf dem Bildschirm war erst einmal ein brutaler Schlag ins Gesicht: Da stand unterm Strich eine ursprüngliche Gesamtschuld von exakt 24.000 Euro, zerstückelt auf insgesamt 21 verschiedene Gläubiger. Das war kein einzelner, großer Kredit, den man überschaubar umschulden könnte. Das war ein absolut unüberschaubares, hochexplosives Minenfeld aus Kleinstschulden, geplatzten Verträgen und offenen Posten, das mich über Jahre hinweg psychisch komplett erdrückt hat.
Peter K.: Bestandsaufnahme am Tag der Wahrheit (3)
Nach mehreren Monaten des Verdrängens und Ignorierens erreichte ich einen Punkt, an dem es physisch und psychisch einfach nicht mehr weiterging. Das ständige Versteckspiel vor der eigenen Post, das dumpfe Gefühl im Magen bei jedem Klingeln des Telefons und die permanente Ungewissheit hatten meine Lebensqualität komplett zerstört. Ich schlief schlecht, war im Job unkonzentriert und zog mich sozial immer mehr zurück, weil ich Angst hatte, dass das Thema irgendwie zur Sprache kommen könnte. Mir wurde klar,
Peter K.: Wenn das System kollabiert – der Kontrollverlust (2)
Im ersten Teil meines Berichts habe ich darüber geschrieben, wie sich Ratenzahlungen und kleinere Konsumschulden über Monate hinweg unbemerkt aufsummieren können, solange das monatliche Einkommen stabil fließt. Bei mir ging dieses riskante Spiel auf Kante genau so lange gut, bis das Leben – wie es so oft der Fall ist – mit unvorhersehbaren Ereignissen dazwischengrätschte. Es war kein spektakulärer Schicksalsschlag, sondern
Peter K.: Der schleichende Prozess über scheinbar kleine Monatsraten. (1)
Wenn man in den Medien Berichte über das Thema Verschuldung sieht oder liest, ertappt man sich oft bei dem Gedanken, dass so etwas nur Menschen passiert, die ihre Finanzen grundsätzlich nicht im Griff haben oder extrem unvernünftig leben. Man schaut distanziert darauf und denkt: „Mir könnte das niemals passieren, ich habe schließlich einen Überblick über mein Einkommen.“ Ich habe das selbst jahernlang exakt so gesehen.